21. März 2011

Meine „Ich habe Linux auf dem Desktop“ Zeit ist um

21. März 2011 - Geschrieben von Martin - 6 Kommentare

In letzter Zeit habt ihr euch sicher gefragt warum es von mir kaum Berichte über den Desktop Einsatz gibt. Nunja, dies hat einen einfachen, aber für echte Linux Fanatiker schockierenden Grund. Ich bin seit einiger Zeit wieder mit Windows unterwegs… ja das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft in der Versionsnummer 6.1 aka Windows 7 Pro.

Rückblickend war die „Ich habe Linux auf dem Desktop“ Zeit echt geil, aber inzwischen habe ich andere Prioritäten. Ich brauche ein System, das dann funktioniert wenn ich es benötige und nicht erst wenn ich an meiner xorg.conf herumgepfuscht, oder meine Fehlerhafte ACPI Unterstützung durch neu Backen des Kernels ausgebügelt habe ;)

Aber das ist nicht der Einzige Grund, haupt ausschlaggebend waren einige Programme und ja, leider Gottes auch ein paar Spiele, die mich zu Windows verführt haben. Aus Programmsicht benötigte ich schon immer die Adobe Produkte, denn es gibt einfach kein Videoschnitt Programm unter Linux, das Premiere Konkurrenz machen könnte oder Photoshop (jaja ich weiß Gimp, aber mit dem komme ich einfach nicht klar). MegaCAD ist auch so ein Fall, bei komplexen Zeichnungen tut man sich mit dem Wine Provisorium echt schwer. Leider. Was die Spiele angeht, die benötige ich zwar nur 3x im Jahr für eine Lan Party, aber dennoch laufen sie unter Windows einfach besser als mit der Wine Krücke.

Doch eines mag gesagt sein. Linux ist aus meiner Sicht immer noch das derzeit beste OS. Kein Kommerz, kein Monopolist und keine Geldgeile Firma!

Aber ich habe ja noch immer meine Linux Server und ich Arbeite unter Windows auch größenteils mit Open Source Software wie GEdit, Notepad++, Netbeans, Pidgin, Putty und Co. So hat sich nun eigentlich nur der Unterbau geändert ;)

Kommt neue Hardware, ein neues Windows, neues Misstrauen und ich bin vielleicht schon wieder mit Linux unterwegs, mal sehen ;)

6 Antworten zu “Meine „Ich habe Linux auf dem Desktop“ Zeit ist um”

  1. gh1234 sagt:

    Hey :D Also ich schreibe gerade nen Grafiktreiber… Ich finde ein bisschen Zeitaufwand sollte der Kram auch schon kosten!
    Und nein das ist kein Scherz. Ich arbeite echt grad an einem :D Auch wenn ich natürlich auf den aus alten Versionen aufbaue.
    Ich wünsch dir dann viel Spaß in deiner Plug&Pray Wüste :)
    Vielleicht komm ich ja auch nochmal hinterher, wenn MS sich mal von Windows trennt und ne neue Architektur aufbaut könnten die nämlich echt was geniales schaffen mit ihren Mitteln und Kompetenzen. Aber bis dahin fehlen mir einfach zu viele Dinge unter Windows.
    (Vor allem aber die Bash)!

  2. Martin sagt:

    Danke :D

    Ich hoffe die stellst den Treiber dann für alle SiS Chipset Geschädigten zur Verfügung ;)

    Jetzt sprich doch nicht den Wunden Punkt an, ich bin gerade erst drüber weg, dass es in Windows keine brauchbare Shell gibt… auch wenn ich von einer PowerShell gehört habe. Auf Wikipedia steht allerdings dazu: „Ab Windows 7 wird die PowerShell in der Version 2.0 vorinstalliert. Sie enthält unter anderem eine grafische Benutzeroberfläche.“ das irritiert mich doch sehr.

    Mal sehen wie weit ich komme oder ob ich bald von Dämonen besessen NFTS durch das wesentlich besser ext3 erset… NEIN stoppt diese Gedanken ^^

  3. SiSoSnooP sagt:

    Mahlzoit….
    ich denke, jedes OS hat in seinem Anwendungsgebiet seine Daseinsberechtigung.
    Für Linux ist das der Servermarkt, für Windows der Desktopbereich.
    Ja Ja, ich weiß, diese Lizenzproblematik, und die Kosten für Windows sind zu hoch etc.
    Ist aber in Wirklichkeit nicht so.
    GH schreibt es ja selber.
    Es fehlt eben an allen ecken und enden an Treibern etc.
    Rechne ich die Zeit in einen Stundenlohn um, bin ich sehr schnell jenseits der Lizenzkosten für eine Windows Lizenz.
    Was das Monopol angeht.
    jeder von Euch würde in seiner Firma genau so handeln :)
    Ab einer Gewissen Größe eines Unternehmens geht es ohne strikte regeln eben nicht.
    Abgesehen davon, finde ich die Firmenpolitik von Apple um einiges schlimmer.Ich verweise nur einmal auf die Restriktionen beim erstellen von Apps, oder auch an die Tatsache das hier abgaben in Höhe von 30% abzugeben sind.
    Das wiederum gibt es bei MS nicht.
    Firmenpolitik hin oder her. Jedes Unternehmen muss Geld erwirtschaften, was im OpenSource Bereich nicht sehr einfach ist.
    Aber es ist ein leidiges Thema, über welches man lange Diskutieren kann.
    Jeder Anwender hat sein Vorzüge, und allen wird man nie gerecht werden können.

    viele grüße

  4. gh1234 sagt:

    Ich habe auch absolut nichts gegen MS :) Ich mag die Firma sehr und ein paar Mitarbeiter mit denen man mal in Plausch kommt sind auch wirklich kompetent.
    Warum ich aber beispielsweise jetzt einen Treiber schreibe anstatt einfach zu Windows zu wechseln a) weil ich wirklich kein Geld dafür habe, ändert sich bald… aber b) weil es mir einfach Spaß macht dadurch zu lernen und neue Gebiete zu öffnen an die ich bisher nicht gedacht habe. Und ich denke das ist bei Linux wesentlich einfacher als bei einem geschlossenen MS Windows.
    Und auch würde ich jetzt einfach Windows booten hätte ich in einem Großteil aller Programme total verzerrte Schaltflächen wegen einem Bug in meinem Grafiktreiber für Windows.
    Ist also eher Billighardware als schlechte Unterstützung in meinem Fall!

  5. Martin sagt:

    Ja MS hat einen Haufen coole Projekte gestartet in letzter Zeit. Sie werden mir dennoch nie mehr ans Herz wachsen, denn „Wir haben gegen Linux und für Windows 2003 entschieden“ Kampagnen oder die Halloween Dokumente bleiben in meinem Gedächtnis…

    @SiSoSnooP
    Wenn du dir immer schön schnelle und neue Hardware kaufen kannst, und die Hersteller die mit Treibern versorgen ist das natürlich super mit Windows.
    In meinem Fall jedoch war nach Windows XP Schluss. Rechner zu langsam und keine Treiber. Linux kam mir da ganz gelegen, es war zwar Anfangs ein wenig Gefrickel, aber das nahm ich auf mich. Ohne das hätte ich wohl nie die Innereien eines OS kennen gelernt, und wüsste auch heute nicht wie man an Probleme – auch mit Windows – geschickt herangehen kann.

  6. Jan sagt:

    Ja. Linux suckt einfach auf Dektops, die einfach bedienbar sein sollen ohne tricky Probleme. Aber, wenn man sein Linux richtig schön customized, ist das auch ein SpaßFaktor für sich selbst. Dafür brauchts eben auch vieles an Zeit.

    Ich denke mal, dass MS Windows auf den PersonalComputern bestehen bleibt. Linux Betriebssysteme als Desktops irgendwann in kommennden 10 bis 20 Jahren verschwinden werden und die Dekstops von Cloud-Servern mit Unix-Systemen bedient werden.

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