10. Juni 2012

Privater Tagebuch Blog – benötigte Funktionalität

10. Juni 2012 - Geschrieben von Martin - Keine Kommentare

Wie ich vor zwei Tagen bereits geschrieben habe, mache ich mir derzeit Gedanken darüber wie so ein Privater Tagebuch Blog aussehen könnte, bzw. welche Ansprüche dieser erfüllen müsste.

In diesem Blog soll über viele Jahre hinweg alles – persönliche – archiviert werden, was mir wichtig ist. Also z.B. Gedankengänge, Fotos und Videos. Eigentlich so alles was man auch in ein Handschriftliches Tagebuch schreiben könnte, nur eben digital und mit dem Vorteil, das Multimedialer Inhalt kein Problem ist. Ein Video von einer Geburtstagsfeier oder die ersten Schritte des Neffen.

Diese Ansprüche allerdings machen die Technische Umsetzung nicht gerade leicht, denn was momentan so an Software für Blogs am Markt verfügbar ist, erfüllt meist nur teilweise die Ansprüche. Oder nur durch viel Handarbeit und Gebastel. Um ehrlich zu sein, würde ich so etwas nur sehr ungern als Grundlage für eine über viele Jahre hinweg bestehende Plattform nutzen.

Und andere Plattformen, die z.B. Facebook Artige Profile zur Verfügung stellen, mit denen man zwar alle Inhalte online stellen kann, haben für mich nicht die Optik und die Handhabung eines Tagebuches. Ich brauche etwas mit Bestand, etwas, dass sich nicht dynamisch anfühlt. Im Grunde soll es ein wenig die Haptik eines Tagebuchs nachahmen, zumindest in einem gewissen Rahmen.

Am besten würde sich wohl eine Applikation auf NodeJS Basis eignen mit einem HTML5 Frontend. Durch NodeJS bleibt der Quellcode der App ziemlich einfach, zugleich allerdings auch recht nah am System. Beständigkeit sollte damit also gegen sein. HTML5 ist natürlich eine Technologie der Zukunft – okay man weiß zwar noch nicht in wie fern sie sich etablieren wird, aber momentan sieht es sehr gut aus, das HTML5 sich auch nachhaltig durchsetzen wird.

Nun hätten wir die Technologie, doch wie sieht es mit den Daten aus? Vor 10 Jahren hat man beispielsweise Filme in 320×240 Pixel Auflösung im QuickTime Format herumgeschickt. Heute ist das nicht mehr Zeitgemäß und vor allem ein Format, das nicht offen liegt ist für so ein Unterfangen sehr Problematisch. Schließlich soll sichergestellt werden, dass die Daten auch in 20, 30 oder sogar noch mehr Jahren noch lesbar sind. Hierzu eignen sich natürlich offene Formate wie Theora. Diese hängen nicht von Firmen, Plattformen oder Lizenzen ab. Die Auflösung allerdings ist immernoch ein Faktor, der früher oder später überholt sein wird. Deshalb sollte man die Hochgeladenen Dateien keinesfalls komprimieren, Originalqualität behalten.

Für das Hosting des ganzen hatte ich auch einen Einfall, der vielleicht gar nicht so verkehrt ist. Ein Raspberry PI, das 24h am Tag läuft (kann man ja in eine Tupperdose verbauen und unter’s Bett legen). Als Datengrab wird eine gespiegelte USB Festplatte oder ein NAS mit RAID angebunden, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Damit hat man jederzeit Kontrolle über alle Daten die man sammelt und bekommt auch keine Rechtlichen Probleme mit einem Hoster, sollte man ein Lied anhängen zu dem man beispielsweise zum ersten mal mit seiner besseren Hälfte getanzt hat.

Schreibe einen Kommentar