Martin Lantzsch
Software Entwickler
10. Februar 2012

PDF Viewer mit C# entwickeln

10. Februar 2012 - Geschrieben von Martin - Ein Kommentar

Damit wir das Rad nicht neu erfinden müssen, stellt Adobe mit seinem Acrobat eine DLL bereit, über die man PDF Dokumente direkt in seiner C# Anwendung anzeigen lassen kann. Das ganze greift auf die selbe ActiveX Komponente zurück, wie zum Beispiel die Internet Explorer oder Firefox Erweiterung.

Diese „AcroPDF.dll“ wird folgendermaßen geladen. Im Projektmappen Explorer machen wir einen Recktsklick auf „Verweise“ und wählen „Verweis hinzufügen…“


Dort wählen wir dem „COM“ Tab um das COM Objekt hinzuzufügen

Anschließend klicken wir auf OK und der Verweis wird hinzugefügt (zu finden unter Verweise als „AcroPDFLib“).

Damit es in unserer WinForm eingebettet werden kann, muss es nun noch zur Toolbox hinzugefügt werden. Hierzu machen wir einen Rechtsklick in einem Reiter der Toolbox, in dem wir das Steuerelement haben wollen. Zum Beipsiel „Allgemein“ und wählen „Elemente auswählen…“

Nun wählen wir den Tab „COM-Steuerelemente“ und suchen dort den „Adobe PDF Reader“. Haken setzen und OK klicken.

Nun das neue Steuerelement von der Toolbox in die Form ziehen.

Zum Code fügen wir folgendes using hinzu, um die Acrobat Klasse zu laden:

using AxAcroPDFLib;

Der Einfachkeit halber laden wir beim starten des Programms (also im Konstruktur nach dem Initialisieren der Komponenten) einfach mal eine Beispiel PDF Datei:

public Form1()
{
    InitializeComponent();
    axAcroPDF1.LoadFile("Y:/Ablage/Test.pdf");
}

Damit der Reader auch wieder ordentlich geschlossen wird und nicht nach beenden des Programms noch ewig im Speicher rumdümpelt, erweitern wir den Destruktor:

~ Form1()
{
    axAcroPDF1.Dispose();
}

Das wären die Basics, alles weitere kann man entweder im Acrobat SDK nachschlagen oder IntelliSense bemühen.

21. März 2011

Meine „Ich habe Linux auf dem Desktop“ Zeit ist um

21. März 2011 - Geschrieben von Martin - 6 Kommentare

In letzter Zeit habt ihr euch sicher gefragt warum es von mir kaum Berichte über den Desktop Einsatz gibt. Nunja, dies hat einen einfachen, aber für echte Linux Fanatiker schockierenden Grund. Ich bin seit einiger Zeit wieder mit Windows unterwegs… ja das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft in der Versionsnummer 6.1 aka Windows 7 Pro.

Rückblickend war die „Ich habe Linux auf dem Desktop“ Zeit echt geil, aber inzwischen habe ich andere Prioritäten. Ich brauche ein System, das dann funktioniert wenn ich es benötige und nicht erst wenn ich an meiner xorg.conf herumgepfuscht, oder meine Fehlerhafte ACPI Unterstützung durch neu Backen des Kernels ausgebügelt habe ;)

Aber das ist nicht der Einzige Grund, haupt ausschlaggebend waren einige Programme und ja, leider Gottes auch ein paar Spiele, die mich zu Windows verführt haben. Aus Programmsicht benötigte ich schon immer die Adobe Produkte, denn es gibt einfach kein Videoschnitt Programm unter Linux, das Premiere Konkurrenz machen könnte oder Photoshop (jaja ich weiß Gimp, aber mit dem komme ich einfach nicht klar). MegaCAD ist auch so ein Fall, bei komplexen Zeichnungen tut man sich mit dem Wine Provisorium echt schwer. Leider. Was die Spiele angeht, die benötige ich zwar nur 3x im Jahr für eine Lan Party, aber dennoch laufen sie unter Windows einfach besser als mit der Wine Krücke.

Doch eines mag gesagt sein. Linux ist aus meiner Sicht immer noch das derzeit beste OS. Kein Kommerz, kein Monopolist und keine Geldgeile Firma!

Aber ich habe ja noch immer meine Linux Server und ich Arbeite unter Windows auch größenteils mit Open Source Software wie GEdit, Notepad++, Netbeans, Pidgin, Putty und Co. So hat sich nun eigentlich nur der Unterbau geändert ;)

Kommt neue Hardware, ein neues Windows, neues Misstrauen und ich bin vielleicht schon wieder mit Linux unterwegs, mal sehen ;)

4. Mai 2010

Adobe Premiere Audio und Videospur trennen

4. Mai 2010 - Geschrieben von Martin - 3 Kommentare

Nicht ganz trival ist der Vorgang in Adobe Premiere Pro CS3, wenn man Audio und Videospur unten in der Schnittleiste trennen will. Denn sobald man einen Clip anklickt, werden automatisch Audio und Video Spur markiert, wenn man auf [ENTF] drückt, sind beide weg. Doch es gibt einen ganz einfachen Kniff:

  • Erst die Videospur anklicken
  • Nun einen Rechtsklick darauf machen, sobald sie markiert ist
  • Die Option „Verknüpfung auflösen“ wählen und schon sind die beiden getrennt

Nun können beide Spuren beliebig verschoben werden. Allerdings hab ich noch keine Möglichkeit gefunden, die Audiospur nachträglich zuzuschneiden, egal ob mit der Rasierklinge oder via Drag’n’Drop, keines der beiden will klappen.

Kleiner Tipp, wenn sich die frisch getrennte Audio Spur nicht lösen lassen will, einfach die kleine Markierauswahl darüber aufziehen.