Martin Lantzsch
Software Entwickler
5. Januar 2012

Wenn beim apt upgrade die SSH Sitzung unterbrochen wird

5. Januar 2012 - Geschrieben von Martin - Keine Kommentare

Wenn man gerade schön

apt-get upgrade

am laufen hat und die Sitzung durch abreisen der Internetverbindung plötzlich beendet wird steht man ganz schön doof da, denn dann wird dpkg geschützt und man kann es nicht mehr ausführen.

# apt-get upgrade
E: Konnte Lock /var/lib/dpkg/lock nicht bekommen - open (11 Die Ressource ist zur Zeit nicht verfügbar)
E: Unable to lock the administration directory (/var/lib/dpkg/), is another process using it?

Da ich mir sicher war, das gerade keine Kopieraktion o.ä. stattgefunden hatte, sondern das Programm stand (als letztes war ein Eingabepromt zu sehen, ob ich ein Config File überschreiben will), habe ich ganz einfach /var/lib/dpkg/lock gelöscht

rm /var/lib/dpkg/lock

und warf nun noch mal apt-get upgrade an:

# apt-get upgrade
E: dpkg was interrupted, you must manually run 'dpkg --configure -a' to correct the problem.

kam dann bei mir. Und da Linux schlau ist, wird einem auch direkt gesagt was man nun zu tun hat. Und zwar muss ich die Pakete nun mit dpkg neu konfigurieren (klar, an der Stelle ist er eben auch „hängen“ geblieben):

dpkg --configure -a

und er hat die noch ausstehenden Config Files neu geschrieben.

2. Januar 2012

apt-get –autoremove –> openSSH weg – und jetzt?

2. Januar 2012 - Geschrieben von Martin - 3 Kommentare

Ja ich habs halt echt drauf.

apt-get --autoremove

ausgeführt weil da über 50 ungenutzte Pakete drin waren. Leider auch openSSH! Was ich natürlich nicht gesehen habe.

Festgestellt habe ich das eben als Putty nicht mehr verbinden konnte. Anhand der Prozessliste im Netcup VCP habe ich gesehen, das auch kein sshd läuft. Verdammt, was machste jetzt. Rettungskonsole gestartet. Im Handbuch stand etwas von „Debian Minimalinstallation“. Okay also ist apt vorhanden. Mittels chroot auf das vserver Verzeichnis gewechselt, in welches meine Festplate gemountet wurde

chroot /vserver

anschließend

apt-get install ssh

kurz warten. Raus aus dem Rettungssystem. Neustarten und zack war mein Server wieder per SSH mit den gewohnten Einstellungen erreichbar. Glück gehabt!

21. März 2011

Meine „Ich habe Linux auf dem Desktop“ Zeit ist um

21. März 2011 - Geschrieben von Martin - 6 Kommentare

In letzter Zeit habt ihr euch sicher gefragt warum es von mir kaum Berichte über den Desktop Einsatz gibt. Nunja, dies hat einen einfachen, aber für echte Linux Fanatiker schockierenden Grund. Ich bin seit einiger Zeit wieder mit Windows unterwegs… ja das Betriebssystem aus dem Hause Microsoft in der Versionsnummer 6.1 aka Windows 7 Pro.

Rückblickend war die „Ich habe Linux auf dem Desktop“ Zeit echt geil, aber inzwischen habe ich andere Prioritäten. Ich brauche ein System, das dann funktioniert wenn ich es benötige und nicht erst wenn ich an meiner xorg.conf herumgepfuscht, oder meine Fehlerhafte ACPI Unterstützung durch neu Backen des Kernels ausgebügelt habe ;)

Aber das ist nicht der Einzige Grund, haupt ausschlaggebend waren einige Programme und ja, leider Gottes auch ein paar Spiele, die mich zu Windows verführt haben. Aus Programmsicht benötigte ich schon immer die Adobe Produkte, denn es gibt einfach kein Videoschnitt Programm unter Linux, das Premiere Konkurrenz machen könnte oder Photoshop (jaja ich weiß Gimp, aber mit dem komme ich einfach nicht klar). MegaCAD ist auch so ein Fall, bei komplexen Zeichnungen tut man sich mit dem Wine Provisorium echt schwer. Leider. Was die Spiele angeht, die benötige ich zwar nur 3x im Jahr für eine Lan Party, aber dennoch laufen sie unter Windows einfach besser als mit der Wine Krücke.

Doch eines mag gesagt sein. Linux ist aus meiner Sicht immer noch das derzeit beste OS. Kein Kommerz, kein Monopolist und keine Geldgeile Firma!

Aber ich habe ja noch immer meine Linux Server und ich Arbeite unter Windows auch größenteils mit Open Source Software wie GEdit, Notepad++, Netbeans, Pidgin, Putty und Co. So hat sich nun eigentlich nur der Unterbau geändert ;)

Kommt neue Hardware, ein neues Windows, neues Misstrauen und ich bin vielleicht schon wieder mit Linux unterwegs, mal sehen ;)