Martin Lantzsch
Software Entwickler
8. Januar 2011

Terra Pad im 3 Tages Test

8. Januar 2011 - Geschrieben von Martin - 14 Kommentare

Wie der Titel schon sagt, hatte ich die Ehre das neue TerraPad 1050 von Wortmann 3 Tage lang ausführlich zu testen.

Wenn man es das erste mal in die Hand nimmt merkt man sofort das man hier ein Wortmann Gerät in der Hand hält, alles ist gut und hochwertig verarbeitet, keine scharfen Kanten und kein klappriges Gehäuse, wie man es von anderen günstigen Tabletts und Netbooks kennt. Es fühlt sich lediglich ein wenig knautschig an, aber auch nur wenn man richtig Druck darauf ausübt. Lediglich das Gewicht ist im Vergleich zum iPad – um eine Referenz zu nennen – schwer, also mehrstündige Surf Sessions ohne Auflage gehen ganz schön ins Handgelenk.

Beim Einschalten merkt man sofort das man hier einen Vollwertigen PC mit Intel Atom CPU und großzügigen 2GB Arbeitsspeicher in Händen hält, denn sowohl BIOS als auch der Boot Screen verschwinden überraschend schnell und nach wenigen Sekunden ist es Einsatzbereit. Insofern man das installierte Windows 7 Professional nicht mit hunderten Programmen vollstopft, welche auf der 24GB Solid State Disc auch gar keinen Platz hätten.

Nun wird man natürlich als erstes Versuchen das nächste WLan einzurichten, anfangs hat man zwar leichte Probleme mit dem 1024×600 Pixel großem Touchscreen weil manche Elemente wie Trayicons doch relativ klein sind. Man muss sich regelrecht überwinden mit dem ganzen Finger auf Knöpfe, zu tippen weil man Angst hat auf dem Multitouch Touchscreen doch einen falschen Button zu erwischen aber das passierte im Test fast nie. Nach ein wenig Eingewöhnungszeit kann man auch die eigentlich total Fummeligen Scroolbars ohne Probleme bedienen. Mit dem Fingernagel klappt es übrigens nicht so gut, lieber mit dem ganzen Finger arbeiten, das ist wesentlich entspannter und wirklich präziser.

Nachdem man nun die ersten „Hürden“ der Bedienung überwunden hat, wagt man sich sogar an Texte, welche mit der Windows 7 typischen Bildschirmtastatur schnell und unkompliziert getippt werden, ganz nach dem Vorbild einer richtigen Tastatur mit Shift, Tab, etc. Es ist sogar ein Wörterbuch integriert, das ähnlich der T9 Funktion am Handy beim Schreiben Wörter vorschlägt. Wie es mit Autovervollständigung aussieht, hab ich nicht weiter nachgeforscht, da man auch so zügig schreiben kann.

Wer vorhat mit dem Pad Musik zu hören wird leider ein wenig enttäuscht sein, denn der Lautsprecher ist auf der rechten Seite des Tabletts untergebracht und klingt auch dementsprechend laut in diese Richtung, richtiges Stereo Gefühl kommt nicht auf. Die WLan Verbindung war sehr stabil und funktioniert auf auf größere Distanzen ohne das Terra Pad in Richtung WLan Router ausrichten zu müssen. Desweiteren sind mehrere USB Schnittstellen vorhanden, ein Display Port, an den man laut verbautem Grafik Chip selbst 24″ Full HD Monitore anschließen kann. Und noch ein paar weitere Kleinigkeiten wie Kopfhöreranschluss, Webcam, UMTS Modul mit Sim Karten Slot und ein Mikrofon. Ich hoffe ich hab nichts vergessen.

Der Lüfter läuft eigentlich meist, aber so leise, das er selbst von niedriger Zimmerlautstärke übertönt wird. Festplattengeräusche gibt es selbstverständlich keine, da eine Solid State Disc verbaut ist. Die Wärmeentwicklung ist demnach auch sehr gering, aus dem Lüftungsschlitz strömt lediglich ein wenig warme Luft, in etwa zu vergleichen mit einem Netbook bei Ruhendem Desktop. Der verbaute Akku hält locker 5 bis 6h, genau habe ich nicht darauf geachtet aber ich konnte mich einen ganzen Nachmittag ohne Netzkabel damit beschäftigen (hauptsächlich Internet und ein wenig Programme testen).

Das Tablett mit dem Multitouch Display kann auch viel Freude bereiten, so sind diverse Touchscreen Spiele enthalten, welchen ich aber keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt habe. Durch den bereits erwähnten Multitouchscreen kann man z.B. im Internetexplorer Zoomen und Elemente in Ordnern Markieren. Wenn wir schon mal beim Thema Display sind, möchte ich gleich noch was loswerden. Und zwar ist auch hier ein Unerträgliches Spiegeldisplay verbaut, wie es in so gut wie alles aktuellen Geräten brauch ist. Leider. In geschlossenen Räumen ist das kein Problem, aber sobald man es draußen Nutzen will muss man das Display ganz hell stellen und Schatten suchen.

Fazit:
Auf jeden Fall ist das Pad mit seiner Netbook Hardware einen Blick wert, wenn man nach einem Tablett sucht, auf dem auch normale Windows und Linux Programme laufen. Denn wie bereits erwähnt wird es mit Windows 7 oder Ubuntu ausgeliefert. Doch der stolze Preis von rund 540€ schlägt doch ganz schön auf den Geldbeutel. Also zum viel und bequemen Surfen auf der Couch würde ich auf jeden Fall zum Tablett raten, wer allerdings viele und lange Texte schreibt, ist mit einem Netbook wohl besser beraten.

9. November 2010

Mein Netbook und die Füsschen

9. November 2010 - Geschrieben von Martin - Keine Kommentare

Vor einiger Zeit hatte ich mein Wortmann Terra Mobile GO! Netbook eingesandt, da die Abdeckkappe der Displayhalterung abgebrochen ist, worurch wiederum die Kabel für Display und Hintergrundbeleuchtung in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Nach ein paar Tagen war das Netbook auch wieder zurück mit neuer Gehäuseschale und neuen Displayhalterungen. Leider hat etwas ganz entscheidendes gefehlt, und zwar das Gummifüsschen hinten rechts. Dadurch geriet das Netbook beim schreiben ins wackeln und kippte sobald man das Display ganz nach hinten klappte.

Allerdings wollte ich dem Support nicht nochmal zur Last fallen und habe von einem PC Gehäuse Gummifüsschen zurecht geschnitten, welche allerdings immer wieder verloren gingen. Die Finale Lösung – welche nun seit einem guten Monat hält – sind 2 sehr gut klebende Server Gehäuse Füsschen. Man sollte allerdings vor dem Aufkleben das Plastik mit einem Taschentuch abwischen um Fettrückstände zu vermeiden.

Sie sehen zwar nicht so toll aus wie die Originalen, haben aber einen netten Nebeneffekt. Sie stellen die Tastatur leicht schräg.