Martin Lantzsch
Software Entwickler
7. Juli 2010

Twitter via PHP auslesen

7. Juli 2010 - Geschrieben von Martin - 2 Kommentare

Ein Leser dieses Blogs hat vor kurzem den Wunsch nach einem Artikel geäußert, wie er eine Ähnliche „letzte Tweets Anzeige“ wie auf www.Resigame.de bauen kann. Nun so schnell kann es gehen ;)

Da Twitter eine API bzw. von jedem Nutzer eine XML Datei mit Tweets und anderen Account Infos bereitstellt, haben wir leichtes Spiel an die Daten zu kommen.

So können wir die Datei auslesen:

$tweets = simplexml_load_file('http://www.twitter.com/status/user_timeline/[NUTZERNAME].xml');

[NUTZERNAME] muss natürlich mit dem Name des Twitteraccounts ersetzt werden, z.B. „Resigame“.

Aus dem Objekt $tweets können wir nun die letzte Nachricht auslesen:

echo $tweets->status->text;

Alle anderen verfügbaren Objekte kannst du herausfinden, indem du die XML Datei direkt im Browser aufrufst (Dort wird es sogar als Tree dargestellt).

Um auf ältere Nachrichten zuzugreifen kann hinter Status die Zahl angegeben werden, von der aus die Nachrichten „herab“ gezählt werden (allerdings wird bei 0 begonnen!):

echo $tweets->status{2}->text;

Dies würde uns Beispielsweise die 3. letzte Statusnachricht anzeigen.

Um nun die letzten 3 Nachrichten anzuzeigen verwenden wir einfach eine Schleife:

$i = 0;
while($i <= 2)
{
  echo $tweets->status{$i}->text.'<br>';
  $i++;
}

(mit for Schleifen hab ich es nicht so ;))

Da nun aber bei jedem Aufruf der Seite die Twitter XML Datei neu heruntergeladen werden muss, was nicht gerade Traffic und Ressourcenschonend ist – Kleinvieh macht schließlich auch Mist – Cachen wir nun die Datei:

if(filectime('twitter.xml') < time() - (60*10)) {
  // download file
  $file = file_get_contents('http://www.twitter.com/status/user_timeline/[NUTZERNAME].xml');
  file_put_contents('twitter.xml', $file);
}
$tweets = simplexml_load_file('twitter.xml');

Nun wird erst überprüft ob die Datei twitter.xml, welche im gleichen Ordner wie das Script liegt in den letzten 10 Minuten geändert wurde. Ist das der Fall wird das erneute Herunterladen übersprungen, wenn nicht (also wenn der Änderungszeitpunkt länger als 10 Minuten her ist), wird die XML von Twitter heruntergeladen und in unsere twitter.xml geschrieben.

Anschließend wird die twitter.xml geparst.

Das wäre es auch schon, in den nächsten Tagen zeige ich euch dann noch wie ihr die Twitter Nachrichten mittels jQuery schön als Newsticker laufen lassen könnt.

6. Juli 2010

Media Player kaputt?

6. Juli 2010 - Geschrieben von Martin - 4 Kommentare

Gerade wollte ich zum Musik hören den Windows Media Player starten, klicke auf das Trayicon und der Media Player scheint zu laden, da er in der Taskleiste angezeigt wird – doch plötzlich hat er sich wieder von selbst beendet.

Das ganze habe ich 5 mal verucht selbst eine mp3 Datei zu öffnen brachte keinen Erfolg. Nun gut, dann habe ich im Taskmanager nachgesehen und siehe da, es taucht eine wmplayer.exe auf, obwohl er ja scheinbar nicht läuft. Kurzum habe ich diese Beendet und mein Media Player lässt sich wieder starten … ABER er bleibt einfach weis, kein Menü, keine Liste und das schlimmste keine Musik!

Nun höre ich erst mal weiter Musik auf Simfy, bis sich mein Media Player doch noch dazu entschließt mich Musikalisch zu verwöhnen ;)

24. Juni 2010

DorfDSL…

24. Juni 2010 - Geschrieben von Martin - 3 Kommentare

… was soll man dazu noch sagen:

Naja wenigstens etwas. Das dürfte die „Stadtmenschen“ unter uns ein wenig einbremsen, was das meckern über den Internet Anschluss angeht.

Allerdings gibt es einen Lichtblick für alle diejenigen, die auf DSL Lite, ISDN und GPRS angewiesen sind. Denn so langsam kommen die Energie Versorger auf die Idee auch Internet anzubieten, da sie oftmals schon Leerrohre und Glasfaserkabel gelegt haben. Bisher hab ich von Angeboten bis hin zu 50MBit (Telekom nennt das übrigens VDSL 50.000), welche eigentlich relativ erschwinglich sind. Allerdings sollte man nicht vergessen, das man noch einen extra Telefonanschluss benötigt, falls man sich vor Voice over IP scheut.

Hoffen wir mal das Beste für den DSL Ausbau in Ländlichen Gebieten.

Browsergames – Welche Last verursachen diese?

23. Juni 2010 - Geschrieben von Martin - 4 Kommentare

Browsergames – jeder kennt eines, viele Spielen eines und so mancher hat selbst schon einmal eines Entwickelt. Doch welcher Aufwand ist es ein solches zu Entwickeln und wie Betreibe ich eines?

Welche Technik und Infrastruktur steckt hinter Browsergames?
Ein Browsergame ist im Grunde eine normale Webseite welche in PHP, Phyton, Perl oder sonst irgendeiner Programmiersprache Entwickelt sein könnte. Oft kommt dazu noch ein wenig JavaScript um es für den Nutzer ansprechender zu Gestalten.

Auf Serverseite sieht es auch meist gleich aus, es werkelt mindestens ein Linux Server mit der Verwenden Script Sprache und einer Datenbank, sowie einem Mailserver. Wird das Browsergame jedoch größer findet hier meist eine Trennung zwischen Web-, File-, Database- und Mail Server statt, da diese dann entsprechend optimiert und die Last somit besser verteilt werden kann.

Im Grunde ist das ganze bisher kein Hexenwerk, geht man aber ins Detail trifft einen der Schlag. Eine normale Webseite wird pro Besuch vielleicht 5 bis 10 mal aufgerufen, hierbei wird die Seite mit Menü und Konsorten aus einer Datenbank gelesen und falls das System schlau ist in einen Cache geschrieben. Bei einem Browsergame hingegen kann nichts gecached werden, da alles Dynamisch für den Spieler aufbereitet wird.

In Zahlen, eine Webseite hat pro Besuch 5 bis 10 Requests. Ein Browsergame kann auch mit diesen 5 bis 10 Requests auskommen, doch dazu kommen noch die AJAX Abfragen, welche nahezu sekündlich ausgeführt werden. Nehmen wir einmal an es wird alle 5 Sekunden eine AJAX Abfrage ausgeführt, dann sind wir schon bei ganzen 12 Weiteren Abfragen pro Minute (Man beachte im Normalfall sind es noch einige mehr!) das würde bei einer Durchschnitts Onlinezeit von 15 Minuten ganze 180 Requests ausmachen!

Wie optimiere ich meinen Server?
Gehen wir mal davon aus, das das Spiel perfekt auf die vielen Requests ausgelegt ist. Was kann man dann auf der Server Seite machen?

Einen kleinen schnellen Webserver verwenden, ich empfehle an dieser Stelle Lighttpd, welcher aus meiner Sicht sich für ein solche Unterfangen wesentlich besser eignet als Apache(2). In der Konfigurationsdatei können unter anderem auch diverse Module wie „webdav“, „rewrite“ und falls es nicht benötigt wird das Modul „accesslog“ deaktiviert werden. Je nach Bedürfnis können natürlich Module ein- bzw. abgeschaltet werden, allerdings sollte die Liste der aktiven immer so kurz wie möglich gehalten werden.

Seitens der Scriptsprache. Da hier keine explizit festgelegt wurde, an dieser Stelle nur einige allgemeine Hinweise. In den jeweiligen Konfigurationsdateien gibt es oft eine Reihe an Parametern, mit denen man Funktionen abschalten kann, welche nicht unbedingt benötigt werden, beispielsweise, das im Header gesendet wird, das diese Seite mit PHP Version 5.3.x erstellt wurde. Tipps gibt es in einschlägigen Webseiten, Foren und Blogs.

So wenig Dienste als möglich! Das sagt eigentlich schon alles, im Hintergrund sollte keine Sinnlosen Dienste wir FTP laufen, wenn diese gar nicht benötigt werden. Sollte es der Fall sein, das man einen dieser Dienste benötigt, einfach schnell via SSH einloggen und nach nicht einmal 10 Sekunden läuft der Dienst.

Gute Hardware ist die halbe Miete. Nicht nur Zuhause beim Entwickeln, auch Online erspart gute Hardware viele Schlaflose Nächte, in denen der Server überlastet ist oder sich aufgehängt hat. Ich empfehle so viel RAM wie möglich und einen Schnellen CPU.

Fazit
Browsergames sind wahre Ressourcenfresser, doch mit der richtigen Hardware, den Perfekten Einstellungen und natürlich Sauber und Performant geschriebenen Quellcode steht dem Spaß nichts mehr im Wege.

3. Juni 2010

Performante Alternative zu PHP Template Engines

3. Juni 2010 - Geschrieben von Martin - 4 Kommentare

Template Engines wie Smarty werden bei vielerlei Projekten eingesetzt, oft auch ohne über die Folgen einer solchen Klasse nachzudenken.

Neben der Teils umständlichen Syntax, welche für Designer oft schwer zu erlernen ist, da sie aus vielerlei komplizierten Konstrukten besteht, sticht der Performanceverlust hervor. Bei jedem Aufruf der Seite, müssen nämlich alle Templates neu geparst werden. In diesem Schritt werden alle zuvor genannten komplizierten Syntaxkonstrukte in PHP Code übersetzt, hier stellt sich die Frage, warum nicht direkt PHP Code verfassen?

Wer jetzt mit dem Argument kommt, PHP Code sei lang und kompliziert, der hat sich getäuscht, denn PHP bietet eine Kurzform aller wichtigen Funktionen und Schleifen, hier ein kurzer Auszug der wichtigsten:

Die Ausgabe einer Variable (ähnlich zu echo), allerdings nur wenn „short tags“ in der php.ini aktiviert sind:

<?=$var?>

Ein einfaches if():

<?php if($var = 'test'): ?>
  Wenn $var test entspricht, dann gib diesen Text aus.
<?php else: ?>
  Ansonsten gib das hier aus.
<?php endif; ?>

Eine foreach() Schleife:

<?php foreach($var as $item): ?>
  Punkt Nummero: <?=$item?>
<?php endforeach; ?>

Wo ist denn nun an dieser Syntax im Vergleich zu Templates Engines wie Smarty ein Problem, Funktionen wie abwechselnde Hervorhebung von Tabellen oder Div’s, kann man ganz leicht selbst schreiben. So könnte die entsprechende Methode in einer Template Klasse aussehen:

class template {
  private static $color;
  public static function highlight($color1, $color2) {
    if(self::$color == $color1) {
      echo $color1; self::$color = $color2;
    } else {
      echo $color2; self::$color = $color1;
    }
  }
}

Und noch Zweifel? Ich glaube weniger! Dies ist eine Ressourcensparende Alternative zu den Allgegenwärtigen Template Engines, vorallem bei einem Einsatz in Hochperformanten und Hochbelasteten Webseiten. Andernfalls, wenn Performance keine Rolle Spielt, kann man getrost auf Smarty und Co. zurückgreifen.

1. Juni 2010

Was sucht Resi in APT?

1. Juni 2010 - Geschrieben von Martin - Keine Kommentare

Gestern beim Updaten einiger Pakte auf meinem Debian Lenny Server hab ich zufällig folgendes entdeckt:

martin@ldsrv:/$ apt-get --help
[...]
apt-get ist ein einfaches Kommandozeilenwerkzeug zum Herunterladen
und Installieren von Paketen. Die am häufigsten benutzten Befehle
sind update und install.
[...]
                       Dieses APT hat Super-Kuh-Kräfte.

Der letzte Satz hat mich schon ein wenig Irritiert „Dieses APT hat Super-Kuh-Kräfte“. Super-Kuh-Kräfte? Ist damit etwa Root gemeint?

Als ob das noch nicht genug wäre, bin ich noch auf folgendes gestoßen:

martin@ldsrv:/$ apt-get moo
         (__)
         (oo)
   /------\/
  / |    ||
 *  /\---/\
    ~~   ~~
...."Have you mooed today?"...

Mal sehen was Aptitude dazu meint:

martin@ldsrv:/$ aptitude moo
In diesem Programm gibt es keine Easter Eggs.

… wenn man ein wenig mit dem Verbose Mode nachbohrt, bekommt man folgendes zu Gesicht:

martin@ldsrv:/$ aptitude -v moo
In diesem Programm gibt es wirklich keine Easter Eggs.
martin@ldsrv:/$ aptitude -vv moo
Habe ich nicht bereits erklärt, dass es in diesem Programm keine Easter Eggs gibt?
martin@ldsrv:/$ aptitude -vvv moo
Hör auf!
martin@ldsrv:/$ aptitude -vvvv moo
Okay, wenn ich Dir ein Easter Egg gebe, wirst Du dann aufhören?
martin@ldsrv:/$ aptitude -vvvvv moo
Gut, Du hast gewonnen.
 
                               /----\
                       -------/      \
                      /               \
                     /                |
   -----------------/                  --------\
   ----------------------------------------------
martin@ldsrv:/$ aptitude -vvvvvv moo
Was das ist? Natürlich ein Elefant, der von einer Schlange gefressen wurde.

Einfach toll diese Easter Eggs, wer nun als erster entdeckt, wie man in telnet Star Wars schaut, bekommt einen Keks von mir ;-)

30. Mai 2010

SimpleLD auf Github

30. Mai 2010 - Geschrieben von Martin - Keine Kommentare

Kurze Fortschrittsmeldung, den SimpleLD Source Code habe ich vor ein paar Tagen ins Git Repository auf Github.com gepusht.

Open Source Software

Derzeit sind die Core Komponenten noch in Entwicklung, aber das Framework, ist bereits funktionsfähig, die Paket Schnitstelle funktioniert einwandfrei und diverse Hooks im Code, erlauben neuen Paketen das Framework zu erweitern. In den nächsten Tagen folgen einige Artikel, welche sich mit der Paketentwicklung für das SimpleLD Framework beschäftigen. Ein paar kleine Beispielspakete wie das „home“ Paket sind bereits Online.

>> SimpleLD auf Github

15. Mai 2010

jQuery – Mehrere Elemente verbergen

15. Mai 2010 - Geschrieben von Martin - 3 Kommentare

Jeder der mehrere Elemente auf ein mal mittels jQuery verstecken will, die gleich benannt wurden, wird früher oder später feststellen müssen, das der Selektor immer das erste gefundene Element verwendet.

<div id='test'>Test</div>
<div id='test'>Test 2</div>
<div id='test'>Test 3</div>

Um dies zu umgehen habe ich mir folgende 2 Funktionen geschrieben, welche alle Elemente die auf den 1. Parameter zutreffen nacheinander abarbeiten. Hierzu hole ich mir alle zutreffende Elemente via „$(name).get()“, anschließend kann ich diesen Array mittels „$.each()“ durchlaufen (das jQuery Pendant zu foreach() unter PHP). Da ich nun den Index des Elementes habe kann ich nun das entsprechende Element verbergen.

function hideAll(name, speed) {
  elm = $(name).get();
  $.each(elm, function(index, value) {
    $(name, [index]).hide(speed);
  });
}

Und hier noch eine zum Wieder ein faden (sanftes einblenden) der Elemente:

function fadeInAll(name, speed) {
  elm = $(name).get();
  $.each(elm, function(index, value) {
    $(name, [index]).fadeIn(speed);
  });
}

Als 2. Parameter wird immer der Speed übergeben in der die Animation ablaufen soll, diese sind die jQuery typischen wie „slow“ und „fast“.

Noch mal zu unserem obigen Beispiel, sollen nun alle 3 div’s ausgeblendet werden so benötigen wir lediglich folgenden Code:

hideAll('#test', 'slow');

und zum wieder einblenden selbstverständlich:

fadeInAll('#test', 'slow');